Wenn Forschung zur Werbung wird – die Geschichte hinter den Eiern

Im Jahr 2015 sorgte ein Bericht des Dietary Guidelines Advisory Committee in den USA für große Aufmerksamkeit. Die Experten kamen zu dem Schluss, dass Cholesterin aus Lebensmitteln für die meisten Menschen kein Nährstoff mehr sei, dessen Aufnahme begrenzt werden müsse.

Für viele Menschen war das eine überraschende Nachricht.

Über Jahrzehnte hatte man gehört, dass Eier und andere cholesterinreiche Lebensmittel den Cholesterinspiegel erhöhen und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern können. Nun schien sich die Wissenschaft plötzlich in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen.

Besonders begeistert aufgenommen wurde diese Botschaft von Vertretern von Ernährungsformen wie Paleo oder Organisationen wie der Weston A. Price Foundation. Dort wird seit Jahren argumentiert, dass tierische Lebensmittel und gesättigte Fettsäuren wichtige Bestandteile einer gesunden Ernährung seien. Teilweise wird sogar behauptet, dass hohe Cholesterinwerte kein verlässlicher Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten seien [5].

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