Immer wieder erscheinen Schlagzeilen, die für Verwirrung sorgen.
Vor einigen Jahren berichteten zahlreiche Medien über eine Studie aus dem British Medical Journal mit einer scheinbar beruhigenden Botschaft:
Ein Ei pro Tag erhöht das Risiko für Herzkrankheiten nicht.
Für viele Menschen klang das wie ein Freispruch für Eier. Schließlich galten Eier über Jahrzehnte als problematisch, weil sie viel Cholesterin enthalten.
Aber zeigt die Studie wirklich, dass Eier unbedenklich sind?
Wenn man die Originalarbeit genauer liest, ergibt sich ein deutlich differenzierteres Bild.
Die Forscher werteten acht Beobachtungsstudien aus, in denen insgesamt mehr als 260.000 Menschen über viele Jahre begleitet wurden. Ziel war es herauszufinden, ob Menschen, die mehr Eier essen, häufiger Herzkrankheiten oder Schlaganfälle entwickeln als Menschen, die weniger Eier essen. Die Forscher fanden keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Verzehr von bis zu einem Ei pro Tag und dem Risiko für Herzkrankheiten oder Schlaganfälle.



