„Und woher bekommst du dein Protein?“

Wer sich pflanzenbasiert ernährt, begegnet dieser Frage mit einer Zuverlässigkeit, die an religiöse Dogmen grenzt. Es ist die universelle Sorge einer Gesellschaft, die kollektiv davon überzeugt wurde, dass wir ohne massiven Fleisch- und Milchkonsum physisch verkümmern würden. Protein ist der unangefochtene „König“ der Makronährstoffe, vermarktet in Fitnessstudios, Supermärkten und sogar in medizinischen Leitfäden. Doch blickt man hinter die glänzenden Fassaden der Supplement-Industrie und die veralteten Lehrbücher, offenbart die moderne evidenzbasierte Medizin eine unbequeme Wahrheit: Unsere Fixierung auf Protein ist nicht nur wissenschaftlich unbegründet – sie ist die primäre Ursache unserer Zivilisationskrankheiten.

Punkt 1: Das Phantom des Proteinmangels

In der gesamten medizinischen Fachliteratur findet sich kein einziger dokumentierter Fall von Proteinmangel bei einer natürlichen Ernährung, solange die Kalorienzufuhr ausreicht. Proteinmangel ist ein physiologisches Phantom. Um die Absurdität dieses Mythos zu verdeutlichen, lohnt ein Blick auf die extremsten Fälle von Unterernährung:

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