Das Knie ist zwar ein vergleichsweise einfach aufgebautes Gelenk, seine Funktion wird aber wesentlich davon beeinflusst, was oberhalb und unterhalb passiert. Hüfte, Gesäßmuskulatur, Fuß und Sprunggelenk bestimmen mit, wie das Knie bei Gehen, Treppensteigen, Aufstehen oder Kniebeugen belastet wird. In diesem kurzen Workout trainierst Du deshalb nicht einfach nur das Knie. Du verbesserst die Voraussetzungen rund um das Knie und arbeitest mit Hüfte, Fuß und Sprunggelenk in allen drei Bewegungsebenen. So trainierst Du Kraft, Beweglichkeit und Stabilität als funktionelle Bewegungskette.
Arbeite immer kontrolliert und im schmerzfreien oder gut tolerierbaren Bereich. Bei den Kniebeugen geht das Gesäß nach hinten und unten, ohne die Bewegung zu erzwingen. Im versetzten Stand zeigen beide Füße möglichst nach vorne und stehen breit genug, damit Du stabil bist. Wenn ein Knie empfindlicher ist, darfst Du auf dieser Seite den Bewegungsumfang deutlich reduzieren. Nutze eine Stütze, wenn Du sie brauchst. Es geht nicht darum, eine Übung um jeden Preis auszuführen, sondern Deinem Körper eine Bewegung anzubieten, die er kontrollieren kann.
Bei ausgeprägten Kniebeschwerden oder fortgeschrittenen Gelenkveränderungen ersetzt dieses Training keine medizinische Abklärung. Es kann jedoch helfen, die umgebenden Strukturen funktionell zu trainieren.